Seniorenbesuchsdienst „Klingelzeichen“

Allein leben, aber nicht einsam sein

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Viele Menschen genießen das Älterwerden und mehr Freiräume für eigene Aktivitäten zu haben. Aber es kann auch beschwerlich sein und die Mobilität einschränken. Wenn dann die Familie oder Bekannte nicht (mehr) vor Ort sind, kann dies in ungewollte Einsamkeit führen. Hier möchte der Seniorenbesuchsdienst „KlingelZeichen“ helfen und einsamen älteren Menschen Freude bereiten:

Ältere Menschen, die sich gern Kontakte wünschen, werden regelmäßig vom gleichen Ehrenamtlichen aus dem Kreis des Seniorenbesuchsdienstes „KlingelZeichen“ besucht. Aktuell sind etwa 60 Ehrenamtliche in Halle-Neustadt, Halle Nord und in der Südlichen Innenstadt als Seniorenbesucher*innen aktiv.

Ehrenamtliche gesucht!

Für den Seniorenbesuchsdienst „KlingelZeichen“ sind wir immer auf der Suche nach weiteren Ehrenamtlichen, die älteren Menschen Licht in den Alltag bringen. Je nach Ihrem Zeitbudget können Sie ein bis zweimal in der Woche einen älteren Menschen zu Hause besuchen und entscheiden gemeinsam, was Sie tun möchten: Spazieren gehen, Vorlesen, Karten spielen, alte Fotos anschauen oder einfach zuhören.

Als ehrenamtliche*r Seniorenbesucher*in sind Sie während Ihrer Tätigkeit unfall- und haftpflichtversichert und können Fortbildungen, Austauschtreffen und andere gemeinsame Aktivitäten mit den Ehrenamtlichen des Seniorenbesuchsdienstes besuchen. Haben Sie Interesse, unseren Kreis von ca. 60 Ehrenamtlichen zu unterstützen, Ihr Leben durch eine neue Aufgabe zu bereichern, neue Menschen kennenzulernen und anderen zu helfen? Dann sprechen Sie uns an!

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie in einem unverbindlichen Gespräch über die Aufgaben als Ehrenamtliche im Seniorenbesuchsdienst. Eine motivierte Gruppe von Ehrenamtlichen freut sich auf Sie!

Lesen Sie hier, wie ein Seniorenbesuchsdienst aussehen kann:

„Auf einer Wellenlänge“

Zu Hause sitzen und die Hände in den Schoß legen? Dafür ist Sigrid Laaß nicht geschaffen. Die studierte Opernsängerin spielte einst auf Bühnen zwischen Karl-Marx-Stadt und Berlin, managte Kultureinrichtungen im Bezirk Halle und leitete noch mit über 85 Jahren eine Gymnastikgruppe im AWO-Familienzentrum „Dornröschen“. Ein Rückenleiden setzte dem Bewegungsdrang jedoch ein abruptes Ende.

„Danach fühlte ich mich wie eine Gefangene in meiner eigenen Wohnung“, berichtet die Seniorin, die keine Verwandten in der Region hat: „Ich kam ja allein nicht mehr aus dem Haus“. In dieser Situation erwies es sich als Glücksfall, dass sie Besuch von GWG-Seniorenbetreuerin Petra Friebel bekam. „Sie berichtete mir vom Projekt „Klingelzeichen“ der Freiwilligen-Agentur. Ich wollte das sofort ausprobieren!“, berichtet Sigrid Laaß.

Seit gut einem Jahr ist es nun vorbei mit ihrer Einsamkeit. Denn an jedem Dienstag besucht Carola Schwindeck sie auf einen Nachmittagskaffee. „Wir lagen sofort auf einer Wellenlänge“, blickt die gelernte Krankenschwester zurück. Oft staunen die beiden Frauen abends um neun Uhr, wie schnell die Zeit vergangen ist beim Plaudern, gemeinsamen Musikhören oder beim Blick vom Balkon in die schöne Umgebung.

Carola Schwindeck erfuhr durch einen Aushang im Begegnungszentrum „Pusteblume“ von der Initiative. Nachdem sie ihr Leben lang in Krankenhäusern und in der Pflege gearbeitet hatte, wollte sie nach ihrem Renteneintritt „weiter für Andere da sein“, wie sie sagt, „ich kann nicht nur zu Hause herumsitzen“. Eine oder zwei Stunden pro Woche mit einem älteren Menschen zu verbringen – dieser Gedanke gefiel der Wahl-Neustädterin, deren Kinder und Enkel im Vogtland wohnen, „ganz ausgezeichnet“. Dass daraus viel mehr geworden ist, freut Carola Schwindeck ebenso wie ihre wöchentliche Gastgeberin.

(Quelle: GWG Report: 04/2017)

Sie möchten besucht werden?

Wir vermitteln Ihnen eine geeignete Person aus dem Besucher/- innen-Kreis. Was Sie miteinander tun möchten? Entscheiden Sie gemeinsam darüber. Spazieren gehen, Vorlesen, Karten spielen, aber auch eine freundliche Unterhaltung oder ein aufmunterndes Wort reichen oft schon aus, um ein wenig Licht in den Alltag zu bringen. Das Angebot ist kostenfrei. Wir freuen uns jedoch über Spenden.
Rufen Sie uns einfach an: Tel. 0345/ 27 992 345

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Mit freundlicher Unterstützung durch unsere Spender und Sponsoren:

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Stimmen

„Ich habe auch selbst etwas vom Besuchsdienst. Die Freude an den Besuchen beruht auf Gegenseitigkeit.“

Dorothee Kleemann,
besucht regelmäßig eine ältere Dame im Seniorenbesuchdienst KlingelZeichen